80. Geburtstag – und kein bisschen gealtert!

 

Die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk e. V., ehemals Bäckerfachschule Dresden Helmsdorf e. V., feierte am Sonntag, 17. September 2017 ihr 80-jähriges Bestehen.

 

Ein Familienfest für Jung und Alt. Bäckermeister mit ihren Familien trafen auf Altmeister, es wurden tolle Erinnerungen ausgetauscht. Zahlreiche Gäste aus dem Bäckerhandwerk und befreundeten Gewerken machten den Tag zu einem unvergesslichen Ereignis.

 

Nach der Begrüßung durch Landesobermeister Roland Ermer hielt Staatsministerin Brunhild Kurth, Sächsisches Ministerium für Kultus,  ein besonderes Grußwort. Sie stellte als ehemalige Lehrerin des Schulleiters André Bernatzky einen persönlichen Bezug her. In ihrer Botschaft betonte sie, wie wichtig die duale Ausbildung für den Arbeitsmarkt in Sachsen ist. „Es muss nicht immer ein Hochschulstudium sein, um eine erfolgreiche Karriere hinzulegen.“ Herzliche Glückwünsche gab es auch von Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. An wichtige historische Stationen der Bäckerfachschule erinnerte Michael Wippler, Präsident des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, in seiner Festrede. „80 Jahre Bäckerfachschule in Sachsen zeigen, dass unser Bäckermotto "Einigkeit macht stark" gelebter Zusammenhalt im Bäckerhandwerk ist und gerade auch für die Zukunft weiterhin wichtig bleibt“ so Michael Wippler.

 

Eine goldene Auszeichnung gab es für Vorstandsmitglied Matthias Brade für seine langjährige und aktive Arbeit im Verband. Als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses wurde er mit der Goldenen Ehrennadel geehrt. Auch Karl-Heinz Mehnert, ehemaliger Vorsitzender der Meisterprüfungskommission, erhielt für sein Engagement die Silberne Ehrennadel. Dr. Fritjof Allwardt, heutiger Besitzer des Schlosses in Helmsdorf, überreichte Roland Ermer die Gründungsurkunde der ehemaligen Bäckerfachschule in Helmsdorf.

 

Nach dem offiziellen Teil gab es neben selbst gebackenem Brot und Kuchen aus dem Holzbackofen auch köstliche Leckereien der Fleischerei Müller, Käse von Heinrichsthaler und Kaffeespezialitäten der Dresdner Kaffeerösterei. Der Bäckman-Bus, ein umgebauter Oldtimer zum Backen mit Kindern, und das Bäckman-Maskottchen wurden vor allem von den Kleinen genau unter die Lupe genommen, während Zauberkünstler Thorsten Pahl vom Zauberschloss Dresden  die großen Gäste verblüffte und unterhielt. Abgerundet wurde der Tag durch den musikalischen Beitrag des Dresdner Chors der Bäcker und Konditoren und der Auszeichnung langjähriger Mitarbeiter und Dozenten.

Kurz: Ein gelungenes Fest mit tollen Gästen und schönen Erinnerungen.

 

 

Hintergrund:

 

Eröffnet wurde die Schule am 28. November 1937 im idyllisch gelegenen Rittergut Helmsdorf am Rande der Sächsischen Schweiz. Unter dem Leitspruch: „Zum LERNEN, Zum KÖNNEN, Zur LEISTUNG“ war gleich zu Beginn die Meisterausbildung der Schwerpunkt der Einrichtung festgelegt.

 

Bis heute sind viele Tausend Bäckermeisterinnen und Bäckermeister in dieser Einrichtung ausgebildet worden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Innungsverband enteignet und die Schule der Landeshandwerkskammer übertragen. Aber schon 1946 begann der erste Meisterkurs nach dem Krieg.

 

Nach der Aufteilung der Landeshandwerkskammer ging die Schule in das Eigentum der drei Kammern Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt über. Trotzdem wurde bis 1990 unverändert Aus- und Weiterbildung für das Bäckerhandwerk betrieben.

 

Nach der demokratischen Wende hat der neu gegründete Landesinnungsverband Saxonia die Geschicke der Schule wieder in eigene Hände genommen. Mit Unterstützung der Ersten Bäckerfachschule Olpe (diese wurde 1933 gegründet, Helmsdorf ist die zweitälteste noch bestehende Bäckerfachschule) wurde ein Lehrgangskonzept nach (west)deutschem Recht aufgebaut. Da die traditionsreiche Schule aus allen Nähten zu platzen drohte und Modernisierungen/Erweiterungen in Helmsdorf nur bedingt möglich waren, entschloss sich der Landesinnungsverband Saxonia zu einem Neubau der Einrichtung in Dresden am heutigen Standort in der Clemens-Müller-Str. 2.

 

In der Landeshauptstadt Dresden wurde eine moderne Schulungsstätte errichtet. 2013 erfolgte die Umbenennung der Einrichtung in „Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen e. V.“ Dieser neue Namen unterstreicht die Zusammenarbeit der einzelnen Bäckerfachschulen in Deutschland unter dem Dach der „Akademie Deutsches Bäckerhandwerk“.

 

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